Rubrik: Förderverein
27.03.2022 Vorstellung der Pony Crew

Neben der pädagogischen Arbeit ist der tierische Bereich fester Bestandteil des Königshof. Dieser wird von unserer "guten Fee" Carmen koordiniert und betreut. Natürlich kann sich Carmen nicht alleine um die kleine Herde kümmern, darum möchten wir heute einmal die wunderbaren Mitglieder der "POKI Pony Crew" vorstellen (alphabetische Reihenfolge):

1.) Celina
Mein Name ist Celina, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Elze. Ich bin durch eine Freundin auf den Königshof gestoßen. Dort pflege ich das Pony Aella. Ich bin seit Dezember 2021 dort und es macht mir sehr viel Spaß. Am Anfang hatte ich leichte Schwierigkeiten, da wir uns noch fremd waren. Mittlerweile läuft alles super und wir verstehen uns sehr gut.

2.) Eyleen
Ich bin Eyleen, 21 Jahre alt und studiere Sozialwissenschaften. Ich bin seit fast einem Jahr dabei und kümmere mich um Diego und Aella.

3.) Lena
Ich bin Lena und ich bin 15 Jahre alt. Ich kümmere mich um Aella seit dem Sommer 2021.

4.) Leoni
Mein Name ist Leonie, ich bin 20 Jahre alt und bin seit einem guten Jahr mit für Diego unterwegs.

5.) Nicole
Ich bin Nicole und bin 25 Jahre alt. Ich arbeite seit über einem halben Jahr auf dem Königshof im Pferdebereich und kümmere mich um Namika und Diego.

Rubrik: Königshof
18.03.2022 Laura Hopmann besucht Königshof

Am 18. März durften wir unser Konzept der CDU-Landtags-Abgeordneten Laura Hopmann vorstellen. Bei einem Rundgang über den Königshof berichteten wir über Zielgruppe, Arbeitsweise und Zukunftspläne. Eine selbstgebackene, köstliche Sacher-Torte von Rike rundete den regen Austausch ab. Die beste Nachricht des Tages: Laura Hopmann wird die Schirmherrschaft für unser neustes Projekt übernehmen! Ihr dürft gespannt sein. 

Rubrik: Königshof
20.02.2022 Bericht  Gruppe 2

Im Februar startete unsere zweite Gruppe mit der Winterfreizeit ins neue Jahr. Nachdem unsere Adventsübernachtung schon einige Zeit zurück lag, konnten es unsere Königskinder kaum erwarten, sich wieder zu sehen. Die Gruppe hatte nämlich schon wirklich gut zusammen gefunden und nicht nur wir Betreuer freuten uns darauf, zusammen ins neue Jahr zu gehen.

Während der dreitägigen Freizeit lag der Fokus darauf, sich langsam vertiefend mit dem Thema Alkoholsucht auseinander zu setzen. Mit Hilfe verschiedener Übungen haben wir zusammen ein Suchttier ausgearbeitet, was die Sucht verkörpern soll. Dadurch soll es den Kindern ermöglicht werden, die Sucht getrennt vom Elternteil zu sehen.

Auflockerung und Möglichkeit zum Abschalten boten unsere Aktivitäten, die im Wechsel zu unseren thematischen Einheiten auf dem Plan standen. Diesmal haben wir mit eigenen Sets Lasertag gespielt – Ziel war es, Punkte zu erspielen und gleichzeitig die andere Gruppe davon abzuhalten, welche zu erhalten. Einen schönen Nachmittag bescherte uns auch ein Besuch in Hannover beim Schwarzlicht-Minigolf. Gemeinsam tauchten wir ab in eine neonfarbene Welt: Wir waren zuerst Unterwasser, dann im Dschungel und zuletzt im Weltraum unterwegs. Auf Wunsch konnten 3D-Brillen aufgesetzt werden für tolle Effekte. Hier Minigolf zu spielen machte natürlich besonders Spaß. Diese Anschaffungen und Aktionen konnten dank der Spenden vom Förderverein umgesetzt werden!

Die Freizeit fand genau während des starken Sturmes statt, dies machte uns aber nichts aus und der Königshof blieb unversehrt. Und dennoch konnten die Königskinder den Hof noch einmal genauer kennen lernen. Auf einer Schatzsuche, bei der Detailfotos erkannt und dann gefunden werden mussten, lernte man die ein oder andere Ecke noch einmal genauer kennen. Tagsüber konnten wir die Windpausen nutzen, sodass die Schatzsuche sogar größtenteils wie geplant sicher draußen stattfinden konnte.

Wir alle hatten eine wirklich schöne Zeit und die Königskinder bewiesen beim Abschlussspiel, der „Flussüberquerung“, noch mal, wie sie einmal mehr zusammen gewachsen sind. Wir sind dankbar, dass die Osterfreizeit gar nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Rubrik: Königshof
30.01.2022 Eine Erfolgsgeschichte geht zu Ende

Wie nah Freude und Schmerz beieinander liegen können, wurde uns allen auf unserer letzten Ferienfreizeit bewusst. Zum ersten Mal seit Gründung des Königshofes durften wir einen großen Abschied feiern: Eins unserer Gründungsteilnehmer verließ die Gruppe nach fast vier Jahren als Königskind. Vier Jahre, in denen wir miteinander gefeiert, gelitten, gelacht und gelebt hatten. Nach einem intensiven und manchmal auch sehr kräftezehrenden Weg darf er nun als gefestigter Jugendlicher seinen Weg selbstständig weitergehen. Die Maßnahme wurde im Einvernehmen vom Jugendamt als erfolgreich beendet. Voller Stolz feierten wir gemeinsam seinen Erfolg – was für eine Freude, dass die Arbeit des Königshofes wirklich Früchte trägt! Mit Musik, Pyrotechnik und ganz viel Liebe wurde er in sein „neues Leben“ entlassen. Wir sind uns sicher, dass er seinen Weg gehen und gut für sich sorgen wird. „Parting is the birth of memory“ (Salvador Dali) – die Erinnerung an ihn wird ganz sicher niemals vergehen.

Rubrik: Förderverein
07.01.2022 Harry Potter Theater Hamburg

Ein unvergessliches Wochenende durften wir Anfang des Jahres in Hamburg erleben. Dank eurer großzügigen Spende waren wir Gäste im Harry Potter Theater und verbrachten anschließend die Nacht in einem Hotel – ein Ausflug, den unsere Königskinder sicher niemals vergessen werden. Als wir die Tore zum Theater passierten, tauchten wir in eine fremde, magische Welt ein, die uns alle sofort verzauberte. Die folgenden neun Stunden vergingen wie im Flug. Was für eine schauspielerische Leistung! Wirklich unglaublich, was für ein Meisterwerk dort geschaffen wurde. Magische Schriften an den Wänden, faszinierende Zaubertricks und über uns flogen die Dementoren. Gänsehaut pur. In der Nacht taten die meisten von uns kein Auge zu, so sehr genossen wir die Gemeinschaft. Danke für dieses erfüllende, gemeinschaftsbildende und wertschätzende Geschenk. Ohne euch hätten wir das niemals erleben können.

Rubrik: Königshof
3.12.2021 Ein Nachruf

Im Dezember diesen Jahres mussten wir uns von einer Königsmutter verabschieden. Sie verstarb mit nur 48 Jahren an den Folgen eines kalten Entzuges. Es ist uns ein Anliegen, ihr Leben mit einigen kurzen Worten zu würdigen. Sie war eine besondere Frau. Individuell, rebellisch, mit viel Liebe zum Detail. Ihre Wohnung war voller persönlicher Erinnerungsstücke und strahlte so viel Wärme aus. Jede Unterhaltung mit ihr war ein Feuerwerk der Emotionen. Sie war keine Frau der Mitte, sondern fühlte stets intensiv. Die starke Kriegerin, wie sie sich selbst häufig nannte, hatte viele zehrende Kämpfe auszutragen, die sie allmählich zermürbten. Ihr Leben war ein Drahtseilakt zwischen Licht und Dunkelheit, explosiver Freude und erschütterndem Leiden. Mit dem Alkohol als vermeintlichem Wegbegleiter hatte sie einen trügerischen Freund gefunden, der ihr immer mehr nahm von dem, was ihr wichtig war. Leider konnte sie ihn bis zum Ende nicht mehr loslassen.

Was bleibt, sind ihre beiden unvergleichbaren Kinder, die diese Welt weiter prägen. Ihre bunte Vielfalt, die mich persönlich dazu motiviert, sie nun umso lauter selbst in mein Leben zu tragen. Das Strahlen der hellen Sonnenblumenfelder, das mich für immer an sie erinnern wird. Und natürlich die Liebe, von der sie immer zu geben hatte. Und dieses Lachen…. Dieses Lachen wird nie verhallen.

Rubrik: Förderverein
03.11.2021 Spende eines Telekops

Manchmal weiß man nicht was der Tag bringt. So auch ein Tag im Oktober als uns aus den Reihen der Ortsfeuerwehr Mehle das Angebot erreichte, den Königskindern die Wissenschaft der Astronomie nahezubringen und einen Blick durch ein Teleskop auf die Sterne zu gewähren. "Problematisch" wurde hierbei zunächst gesehen, dass es den Kindern schwer fallen könnte sich in einem offiziellem Treffen mit Externen auf das Thema einzulassen. Durch den hervorzuhebenden Einsatz der Beteiligten wurde allerdings auch hierfür eine Lösung gefunden: Ein "in Rente gegangener" Sternenfreund stellt dem Königshof bis auf weiteres eine komplette Ausrüstung zur Verfügung, um in einem geschützten Rahmen selber das Universum zu erkunden -  Vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle Möglichkeit! Bisher war es leider aufgrund der Pandemie nicht möglich den Plan in die Tat umzusetzen, aber es steht auf der Agenda!

Rubrik: Königshof
28.10.2021 Bericht zweite Gruppe - erste Freizeit

Mein Name ist Frederike und zusammen mit Florian, unserem neuen Mitarbeiter, Miriam und unseren neuen ehrenamtlichen Helfern Melissa und Ruben durften wir im Oktober eine zweite Gruppe auf dem Königshof eröffnen! Lange haben wir darauf hin gefiebert und waren wohl mindestens genauso aufgeregt wie unsere Königskinder, die wir dann zu ihrer ersten Freizeit bei uns begrüßen durften.

Unserer neuen Gruppe gehören fünf Kinder an und während der Freizeit waren wir neben vielen aufregenden Aktionen damit beschäftigt, uns gegenseitig kennen zu lernen und als Gruppe zusammen zu finden. Was passiert hier auf dem Königshof eigentlich, wer bin ich, wer sind die anderen und was für eine Gruppe sind wir? Diesen Fragen sind wir auf unterschiedlichen Wegen begegnet.

Neben unseren Einheiten standen abwechslungsreiche Programmpunkte auf dem Plan. So sorgte eine uns ausgeliehene Hüpfburg der Firma Automobiles Elze dafür, das Eis am ersten Nachmittag recht schnell brechen zu lassen. Bei dem fröhlichen Getümmel in der Hüpfburg musste man einfach gute Laune bekommen! Auch die Pferde wurden begrüßt und einige Kinder nutzten sofort die Chance, sie zu putzen und ein paar Runden zu reiten.

Unsere Außenaktion führte uns diesmal in das Superfly, ein Trampolinpark in Hannover. Hier konnte die Gruppe gemeinsam die verschiedenen Stationen nutzen. Ob Springen, in Schaumwürfel fliegen, mit dem Reck schwingen, den Parcours bezwingen oder mutig vom Sprungturm in ein Luftkissen springen – hier konnte sich jeder ausprobieren. Der Nachmittag hat wirklich Spaß gemacht und wurde uns genauso wie die folgende Aktion durch den Förderverein ermöglicht.

Dieses Projekt begleitete uns die ganze Freizeit über: Wir haben ein Baumhaus gebaut! Nach Florians Planung und Berechnung haben alle Königskinder zusammen mit uns geschraubt, gesägt und gebaut. Jeder konnte etwas beitragen: Die Balken mussten getragen, zugeschnitten und angebracht werden. Ein bisschen Überwindung und Mut gehörte auch dazu, sich auf das noch unfertige Gerüst zu stellen! Festhalten, Ausrichten und Anschrauben klappte in Teamarbeit und bei lauter Musik und Sonnenschein ging die Arbeit schnell voran. Das zu beobachten war wirklich besonders. Aber das war nicht alles: es wurde der Weg frei geschnitten, ein Schild gebastelt, Stöcker für das Geländer gesammelt und angemalt und ein wunderschöner Richtkranz gebastelt. Es war toll zu beobachten, wie jeder etwas beiträgt und auf das gemeinsame Ziel hinarbeitet: am Ende mit allen oben die Aussicht zu genießen.

Nicht jeder konnte sich wohl am Anfang so wirklich vorstellen, dass das tatsächlich hält. Aber am letzten Abend feierten wir unser Richtfest und standen alle – zu zehnt – auf unserem Baumhaus. Was für ein überwältigendes Gefühl!!

Der Start der neuen Gruppe hätte besser nicht laufen können, es war aufregend, besonders und einfach wunderbar, gemeinsam in ein neues Abenteuer zu starten. Die vier Tage vergingen wie im Flug und wir sind unendlich dankbar, dass diese Gruppe nun den Königshof bereichert!

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22.10.2021 Bericht Herbstfreizeit Gruppe 1

Frei nach dem Motto „Denken Sie groß“ ging es auf unserer Herbstfreizeit um das Thema Grenzen. Welche Grenzen setzen wir uns selbst? Welche gibt die Gesellschaft vor? Womit fühlen wir uns wohl und geborgen und von welchen Dingen fühlen wir uns eingeengt? Häufig sorgen Selbstzweifel, negative Erfahrungen und die Angst vor dem Scheitern dafür, dass wir unsere Träume nicht verfolgen. Bewusst wollten wir unsere Königskinder dazu motivieren, persönliche Grenzen zu sprengen, die Comfortzone zu verlassen. Wie viel Großartiges verpassen wir im Leben, weil wir uns nicht trauen, hinter den Vorhang zu sehen… Highlight der Freizeit war unsere vom Förderverein finanzierte Fahrt mit der Megazipline in Thale. Schwindelerregende Höhe, völliger Kontrollverlust – und dann die pure Freiheit, als wir mit beinahe 100 km/h über goldene Wälder und die glitzernde Talsperre flogen. Unsere Schreie waren wohl noch Kilometer weiter zu hören. Einige der Königskinder meinten später, das wäre das Beste, was wir jemals gemacht hätten. Wie gerne würde ich euch die Videos zeigen, die eins unserer Königskinder zur Erinnerung gedreht hat. Eindeutig hat sich allen von uns im Vorfeld der Magen umgedreht. Zweifel und Abbruchgedanken bei jedem von uns. Aber wir alle haben durchgezogen und waren so unendlich stolz darauf. Die geballte Stimmung unserer Gruppe war im Nachhinein so spürbar, dass andere Menschen daran Anstoß genommen haben. Sie waren irritiert von der Energie, von der Freude, von der Lebenslust, die uns alle eingenommen hatte. Ich fand das sehr bezeichnend für unser Motto. Im Zuge einer Unit diskutierten wir über Zitate, die große Weltveränderer geprägt hatten. Wir bewegten den Gedanken, wie erstrebenswert Normalität ist – oder ob Normalität vielleicht generell nur eine Illusion sein könnte. Unsere Königskinder sehen sich überdurchschnittlich stark mit Selbstzweifeln konfrontiert. Ihre Lebenssituation hält sie klein, belastet sie mit Schuldgedanken, Stigmatisierung und dem Gefühl, nichts bewegen zu können. Gegen dieses Gefühl wollten wir eine Rebellion pflanzen – und ich glaube, das ist uns geglückt. In der letzten Jahresauswertung 2020 hatte ein Königskind zum Spaß geschrieben, dass er gerne mal mit uns zum Mond fliegen würde. Das nahmen wir auf dieser Freizeit als Anlass, ein Zeichen zu setzen: In mühevoller Kleinstarbeit beklebten wir tagelang den Seminarraum mit fluoreszierenden Sternen und Planeten. Ein entsprechender Sterne-Projektor ergänze das „Universum“. Untermalt mit Musik und einem speziellen „Space-Wehrwolf-Spiel“ zelebrierten wir als Abendprogramm eine ganz besondere Weltraumreise. Die Botschaft war deutlich: Kein Traum ist zu verrückt und uns keine Mühe zu groß, ihnen auf dem Weg dahin unser bestmögliches an die Seite zu stellen. Wieder mal ein Gänsehautmoment. DANKE an euch dafür.

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09.10.2021 Filmpremiere im Thega Filmpalast

In diesem Jahr standen wir als Gruppe zum allerersten Mal vor der Kamera. Wie im letzten Newsletter bereits berichtet, wurde durch das Filmstudio „Grünes Zimmer“ ein Imagefilm über unsere Arbeit gedreht. Am 09.10. feierte dieser Film im Thega Filmpalast Premiere. Um die Teilnehmerzahl zu Coronazeiten überschaubar zu halten, begrenzten wir die Zielgruppe der Veranstaltung auf pädagogisches Fachpersonal. Etwa 50 Personen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen machten sich an ihrem freien Samstag auf den Weg, unseren Film zu sehen. Vertreter der Caritas Suchthilfe, des hiesigen Jugendamtes, der AWO und viele weitere folgten unserem Vortrag zur Arbeitsweise und zu den Besonderheiten unserer Zielgruppe. Als anschließend im ganz besonderen Kinoambiente unser Film zu sehen war, kullerten nicht nur bei uns die Tränen. Viele bewegende, netzwerkstiftende Gespräche im Anschluss rundeten die Veranstaltung ab. Ein wichtiger Beitrag zur öffentlichkeitswirksamen Sensibilisierung und ein ganz besonderer Moment für uns.