Krone

Das Konzept

Kompetenz- und Persönlichkeitstraining für Kinder und Jugendliche alkoholkranker Eltern

Die Hilfen des POKI Königshofes richten sich an Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien. Mithilfe langfristiger pädagogischer Begleitung soll eine gesunde Entwicklung betroffener junger Menschen begünstigt werden.

Kennzeichnend für die Konzeption ist die Kombination von ambulanten und stationären Elementen.

Die betreuten Kinder und Jugendlichen richten sich außerhalb ihres gewohnten sozialen Systems eine zweite Heimat ein, die sie in regelmäßigen Abständen aufsuchen können. Geprägt ist dieser Ort durch Sicherheit, Verständnis und Annahme.

Dort lernen sie Gleichgesinnte kennen, erleben Wertschätzung und lernen, wieder Vertrauen zu gewinnen – in Andere, und vor allem auch in sich selbst. Unter Abstand von ihrem alltäglichen Umfeld können sie sich immer wieder neu orientieren, neue Ziele formulieren, Wege suchen und ihren Kurs anpassen.

Hinterher kehren sie mit neuen Erkenntnissen in ihr eigenes System zurück. Auch auf diesem Weg werden sie nicht allein gelassen. über Beratungsgespräche und personalisierte Post bleiben sie mit dem Königshof in Kontakt – ein pädagogisch betreuter Selbsthilfe-Chat gewährleistet eine Vernetzung der Gruppe und kurzfristige Unterstützung. Dennoch wird die Intensität der Betreuung während des Aufenthaltes im häuslichen System bewusst zurückgefahren, um den Betreuten eine Möglichkeit zur Eigenerprobung einzuräumen.
Die Hilfen des Königshofes zielen darauf ab, eigene Standpunkte zu entwickeln, Ressourcen zu erkennen und einen persönlichen, gesunden Lebensstil zu entwickeln. Bei diesem Prozess sollen sie von ihren Mitmenschen zwar bestärkt, aber nicht bestimmt werden. Deshalb erhalten sie während ihres Aufenthaltes zu Hause Unterstützung in vordergründig schützender Funktion.

Gemeinsam sprechen wir über die Erfahrungen dann wieder auf dem Königshof. Im offenen (freiwilligen!) Austausch geht die Gruppe gemeinsam auf alles ein, was den Einzelnen in der Zwischenzeit bewegt hat. Daraufhin orientiert sie sich wieder neu und der Prozess setzt sich fort. Nach einer gewissen Zeit entsteht neben Selbstvertrauen, Wissen und vielen weiteren hilfreichen Kompetenzen noch etwas anderes, nicht weniger Wertvolles: das Vertrauen, eine neue, ganz besondere Gemeinschaft gewonnen zu haben.